Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Eine Beleidigung trifft umso tiefer, je mehr sie zutrifft.

Heinz Erhardt (1909-1979)



Scherzkekse in der
Notfallseelsorge

Aug

29.

Seit vielen Jahren gibt es in etlichen Teilen Deutschlands eine gute und wichtige, von den beiden großen Kirchen getragene Einrichtung: Die Notfallseelsorge. Immer wenn Feuerwehr oder Polizei es bei Einsätzen in Krisensituationen für wichtig halten, wird bei schwierigen Lagen am Einsatzort nicht nur das zu Tuende getan, sondern auch seelische Betreuung hinzugezogen. Notfallseelsorger können dabei vor Ort oft eine Menge bewirken. Denn schließlich sind sie für das Seelische in Extremsituationen ganz besonders ausgebildet. Damit die Alarmierung der Notfallseelsorge reibungslos funktioniert, setzten einige Kirchenkreise auf das System eines sogenannten „Notfallseelsorge-Dienst-Handys“. Dieses wird von Woche zu Woche von dem jeweiligen Seelsorger zum nächsten weitergegeben. Klingelt dieses Handy, so weiß man: Jetzt ist vermutlich irgendetwas Unschönes passiert, jetzt heißt es raus in den Einsatz. Verständlich, dass bei manchen Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge beim Klingeln der Puls ein wenig höher geht.



Sherry – Coffee -
Cheerio!

Aug

12.

Es ist doch immer wieder horizonterweiternd, in anderen Ländern Gottesdienste zu besuchen. Denn: Andere Länder, andere Sitten! Diesen Sommer war ich zu Gast in einem anglikanischen Gottesdienst. Und zwar in der alten Kirche von St. Just, einem kleinen Örtchen malerisch gelegen im äußersten Südwesten von England, nur wenige Meilen entfernt von Cape Cornwall. Der Gottesdienstbesuch war mit etwa 25 People überschaubar. Auffällig war, dass es fast nur ältere Damen im Alter von 75+ waren. Und zwar nicht nur, die den Gottesdienst besuchten, sondern vor allem auch, die den Gottesdienst gestalteten: Da waren eine frohgelaunte Miss Marple ähnelnde Prädikantin, die die Liturgie gestaltete, eine very british wirkende Lektorin, eine rüstige Pfarrerin, die die Predigt hielt, sowie vier Ministrantinnen und – Achtung: Männer-Quote! – ein Ministrant. Allerlei in diesem schönen Gottesdienst war bemerkenswert. Besonders jedoch zweierlei:



Fehlplanung auf dem
Friedhof

Jul

04.

Es gibt kaum eine Woche, in der nicht bauliche Fehlplanungen die Gemüter erhitzen. Flughafen Berlin, Oper Köln, Bahnhof Stuttgart – die Liste der Schlagzeilen ist lang. Und immer stellt sich die gleiche Frage: Weitermachen oder das Unfertige so belassen?!



Virales in Netzwerken

Jan

19.

Immer öfter lese ich in letzter Zeit, dieses oder jenes Video verbreite sich in den sozialen Netzwerken „viral“. Berichtet wird, dass schon Millionen Internetbenutzter es binnen kürzester Zeit angeklickt und geteilt haben. Ich gestehe: So eine Schlagzeile weckt natürlich Neugier. Deswegen habe ich auch einige Male solche viral sich verbreitende Clips mir angesehen. In fast nahezu allen Fällen dachte ich mir hinterher: Was für ein Kokolores und für eine dämliche Zeitverschwendung! Und so etwas schauen sich Millionen an und finden das wichtig zu teilen?!



Verspätete und jetzt
genau passende „Frohe
Weihnachten“

Nov

26.

Es war irgendwann mitten im Sommer. Da fiel mir nach einer überhasteten Bewegung doch glatt der Becher mit den Stiften auf meinem Schreibtisch um. Und einige Stifte und Kulis kullern nicht nur vom Schreibtisch hinunter, sondern genau in die Ritze zwischen Schreibtisch und Wand. Als ich sie wieder rauspulte, fand ich in der Ritze auch einen ungeöffneten Brief. Der muss irgendwie da hineingefallen sein. Es war Weihnachtspost aus dem letzten Jahr: Meine örtlichen Grundschule wünschte mir „Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr“.



DHL-Packstationen auf
dem Friedhof

Jun

22.

Einer unter den vielen neuen Trends in Sachen Bestattungskultur der letzten Jahre ist die Wiederentdeckung des Kolumbariums als Möglichkeit zur Bestattung. Kolumbarium heißt eigentlich „Taubenschlag“. Der dahinterstehende Gedanke ist tatsächlich, dass man die Urne mit den letzten irdischen Überresten des Hinterbliebenen nicht in Mutter Erde lässt, sondern überirdisch in eine Wand mit Fächern stellt. Nun ist der Begriff „Kolumbarium“ längst nicht allen geläufig. Und auch nicht, was ein „Taubenschlag“ ist. Um zu erklären, was gemeint ist, bedarf es neuer Bilder. Und just so ein neues Bild bekam ich geboten, als ich neulich bei einem Beerdigungs-Kaffee einer Unterhaltung beiwohnte: