Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Die ärgerlichste Kritik besteht in der Nennung von Fakten.

Michael Richter (*1952)



Gott loben aus der
"Neuen Post"

Mär

05.

"Lasst uns singen das Lied unter der Nr. 25, das helle frische grün, die Nummer 25 'Nun danket alle Gott!'" Wie immer sage ich laut und deutlich das Lied an. Das Vorspiel beginnt. Etwa die Hälfte der 30 Altenheim-Gottesdienstbesucher schlägt nun das richtige Lied auf. Eine äußerst liebenswürdige ältere Dame ist jedoch bei der Ausgabe der Liedhefte von den Gottesdienst-Betreuern wohl übersehen worden. Sie stupst ihre Nachbarin an, die ihrerseits das Lied bereits aufgeschlagen hat. Diese erkennt das Problem, nimmt aus dem Korb ihres Rollators die "Neue Post", schlägt sie in der Mitte auf und reicht sie ihrer Nachbarin. Diese blättert noch eine Seite weiter, während das Vorspiel zum Ende kommt. Mit allen anderen setz sie, die Augen fest ist der Illustrierten, lautstark in den Choral ein und singt äußerst textsicher alle drei Strophen mit.



Ebenfalls ein Frohes!

Jan

02.

Die meisten höflichen Wünsche im Jahreszyklus der Zivilgesellschaft sind vorlaufend: "Frohe Pfingsten" zum Beispiel wird einem in der Regel etwa eine Woche vor dem eigentlichen Termin gewünscht. Und an den beiden Festtagen natürlich auch. Danach aber nicht mehr. "Frohe Ostern" hingegen wird einem schon deutlich mehr als eine Woche vor dem Fest gewünscht. "Frohe Ferien" übrigens auch. "Frohe Weihnachten" wird einem bereits ab November zugerufen. Und "Guten Rutsch" schließt sich wenig später an.



Das andere Weihnachten

Dez

01.

Es gibt in unseren Breitengraden mindestens zwei Weihnachten. Das eine Weihnachten kommt ab November mit Macht. Es fängt an mit Licht zu spielen, in Musik zu klingen, mit Glühwein zu wärmen, an Tannenzweigen zu grünen und durch Mandel- und Zimtduft zu berauschen. Auf das eine Weihnachten wird sich vorbereitet mit Essen und Trinken, mit Kaufen und Erlebnis, mit Schau und Schauen. Der Rausch der Sinne wird befördert und der Motor der Organisation läuft - hoffentlich reibungslos - auf die 24 zu. Je näher das magische Datum rückt, desto ehrlicher und gehudelter zugleich wird als "Tschüss" die Hoffnung gewünscht: "Frohe Weihnachten!" Möge es so sein!



Ach, wir werden ja
heute wieder so etwas
von verwöhnt, toll!

Aug

13.

Beim Gottesdienst im Altenheim gehe ich beim Abendmahl wie immer durch die Reihen. Mit den Worten "Das Brot des Lebens für Dich" gebe ich allen ein Stück Brot. Anschließend gehe ich wieder zu allen und gebe ihnen mit den Worten "Der Kelch des Heils" einen kleinen Einzelkelch mit Traubensaft. Als ich einer Bewohnerin den Kelch hinreiche, nimmt sie ihn, strahlt mich an und sagt: "Ach, wir werden ja heute wieder so etwas von verwöhnt, toll!"



Suche den Frieden und
jage ihm nach!

Jan

01.

Die Jahreslosung für das neue Jahr aus Psalm 34,15 finde ich diesmal sehr gut gewählt: "Suche den Frieden und jage ihm nach!"



Auch 2018 das
Wichtigste nicht
vergessen

Jan

01.

Das neue Kalenderjahr hat begonnen. Noch liegt es wie ein weisses Blatt unbeschrieben dar und wartet darauf, mit Ereignissen und Inhalten, mit Erleben und Faehlen gefaellt zu werden. Ob 2018 dann als Gesamtbild am Ende hell und freundlich, interessant und detailreich aussieht und wir zufrieden sind mit dem, was wir als gut empfinden? - Auf jeden Fall bringt auch das neue Jahr wieder mit sich: