Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Eine Beleidigung trifft umso tiefer, je mehr sie zutrifft.

Heinz Erhardt (1909-1979)



Der liebe Gott möge
uns das verzeihen

Mai

15.

"Und - wie haben Sie das verlängerte Wochenende verbracht?" fragte ich beiläufig, wie man eben manchmal bei verlängerten Wochenenden so fragt. "Leider jetzt nichts wirklich Schönes" kam die Antwort. "Wir haben - der liebe Gott möge uns das verzeihen - die Feiertage auf unserem Dachboden gearbeitet. Wir wollten doch endlich diese Baustelle fertig bekommen ..."



Kaninchen unterm Sarg

Apr

10.

Eine Trauerfeier in der Kapelle ist oft sehr bewegend. Der emotionale Augenblick ist allerdings meistens am Grab, wenn die Urne oder der Sarg hinabgelassen werden. In diesem Moment wird die Endgültigkeit den Angehörigen noch einmal besonders schmerzlich bewusst. Umso irritierender, wenn diese Endgültigkeit in Frage gestellt wird.



Rudelbildung im
Gottesdienst

Mär

22.

Neulich im Altenheim hatte das Pflegepersonal eine mir noch unbekannte ältere Dame im Rollstuhl zum Gottesdienst gebracht. Mit ihren wachen Augen verfolgte sie das Geschehen um sich herum. Allerdings bedingte ihre Krankheit, dass sie nahezu fortwährend vor sich her brabbelte. Sie wurde ausgerechnet neben einem der treuesten, ebenfalls im Rollstuhl sitzenden Gottesdienstbesucher geschoben. Dieser ist geistig sehr fit, vom Charakter her allerdings auch jemand, der stets offen seine Meinung sagt, und kein Kind von Traurigkeit ist.



Pfarrer tritt vor den
Sarg

Feb

29.

Die katholischen Schwestern und Brüder sind mit Blick auf den Pfarrdienst nicht zu beneiden. Angesichts des Priestermangels kommt es zuweilen zu einer extremen Häufung der Amtsgeschäfte. Nur verständlich, dass die obere Geistlichkeit versucht, hier Abhilfe und Unterstützung zu schaffen. Eine dieser Maßnahmen ist, Priester aus dem Ausland für diesen Dienst zu gewinnen. Ich habe schon einige dieser ausländischen Kollegen kennen gelernt. In der Mehrzahl sind es herzensgute Menschen. Allerdings ist es für sie mitunter schwierig, sich aus einem anderen Kulturkreis kommend nun in die abendländischen und speziell die germanischen Sitten und Gebräuche einzufügen.



Äh - welcher Name
gleich noch mal?

Jan

25.

Es ist ein feierlicher Moment: Braut und Bräutigam stehen vor dem Altar. Gleich gilt es sich wechselseitig das Trauversprechen zu geben. Wie oft bei ökumenischen Trauungen zieht auch diesmal der katholische Geistliche aus seiner Trauagende einen laminierten Zettel, auf dem steht: "Vor Gottes Angesicht nehme ich dich, [Name], an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens."



Frohes Fest - viel zu
spät, dennoch von
Herzen

Jan

09.

Ab Oktober "Frohe Weihnachten" gewünscht zu bekommen verwundert mich mittlerweile ja nicht mehr (siehe Momentaufnahme vom 26. Oktober 2012). Jetzt habe ich aber nachlaufend zum 7. Januar noch eine Postkarte "Ein frohes Fest 2015 - und ein tolles Neues Jahr 2016" in meinem Briefkasten vorgefunden. Das ist neuer Rekord nach hinten hinaus in puncto Weihnachtspost! Als P.S. unter die Karte war vermerkt "Wenn auch viel zu spät, dennoch von Herzen!" Und auf der Rückseite lächeln mich vier mir liebe Menschen mit roten Weihnachts-Mützen an. Und ich freue mich auch zwei Wochen nach Weihnachten über den Gruß sehr.